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Seismik

Die Seismik basiert auf der Messung von Laufzeiten und Amplituden seismischer Wellen, die sich im Untergrund mit einer materialabhängigen Geschwindigkeit ausbreiten. Die seismischen Wellen werden z.B. mit einem Hammer, mit einem beschleunigten Fallgewicht oder auch mit Sprengstoff angeregt (seismische Quelle).

Anwendungsbeispiele:

  • Geologischer Aufbau (Verwitterungsschicht, Aquifere, Sedimentschichten, Festgesteinsbasis)
  • Gesteins-/Bodenparameter (Porosität, Dichte, Felsklassenbestimmung, Kennwerte, Erdbebensicherheit)
  • Störungserkundung (Klüfte, Bruchzonen)
  • Ortung von Hohlräumen, Stollen, Objekten

Erkundungstiefe: 10er Meter bis 1000er Meter

Methodisch wird je nach Fragestellung Refraktionsseismik oder Reflexionsseismik angewendet.

Prinzip der Refraktionsseismik




An geologischen Schichtgrenzen und allen anderen Diskontinuitäten im Untergrund, an denen ein Materialwechsel erfolgt, werden die Wellen refraktiert (gebrochen) und reflektiert. Sie können dann an der Erdoberfläche mit auf Profilen ausgelegten Erschütterungsaufnehmern (Geophonen) registriert werden.




Ergebnisplot einer Störungserkundung

Ergebnis einer Störungserkundung

Die Laufzeiten und Amplituden der Wellen werden im sogenannten Seismogramm dargestellt. Daraus wird - nach einer sorgfältigen Datenverarbeitung (Processing) - ein seismisches Bild des Untergrundes erstellt. Aus diesem kann ein geologisches Modell interpretiert werden. Für spezielle Erkundungen stehen auch Horizontalgeophone, ein 9-Komponenten Bohrlochgeophon und das eigens entwickelte FAST 24-System zur Verfügung.